Aktuelles aus den TREFFPUNKTEN

1. Sommertreffen der TREFFPUNKTE

vom Freitag, 29. Juni bis Sonntag, 1. Juli 2018 in Lauterbach (Hessen)

Gemeinsame Aktivitäten - Gespräche - Vorträge - Workshops

Wir möchten Euch zum ersten Sommertreffen der TREFFPUNKTE der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs einladen.

Das Sommertreffen richtet sich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der TREFFPUNKTE der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Gegenseitiges Kennenlernen und der Austausch mit junge Betroffenen stehen im Vordergrund. Es sollen gemeinsam neue Perspektiven für die TREFFPUNKTE und die Stiftung gestaltet werden.

Hier können Sie sich den Flyer mit der Anmeldung und dem aktuellen Programm herunterladen.

Logo TP Sommertreffen


Die DGHO Service GmbH übernimmt die Organisation des Sommertreffens 2018.

Weitere Informationen zum Sommertreffen der TREFFPUNKTE finden unter dem Link:
https://www.dgho-service.de/veranstaltungen/sommertreffen_treffpunkte

Sprechen Sie uns gern an und erfahren Sie mehr über das Projekt TREFFPUNKTE.

Projektleiterin Janine Schulze
E-Mail: treffpunkt@junge-erwachsene-mit-krebs.de
Tel.: 030 - 280 930 560


Neues aus dem TREFFPUNKT Bonn:
Gemeinsam Kochen und Orchideen verkaufen

Tanja und Moni

Dr. Tanja Wolf, Initiatorin vom TREFFPUNKT Bonn, schreibt über zwei Aktionen in ihrer Region:


Besondere Vitaminspritze von „Kochateliers“

Ein Artikel im „Bonner Generalanzeiger“ über Charlottes (meine Mitinitiatorin) Geschichte und den TREFFPUNKT BONN der Deutschen Stiftung Junge Erwachsene mit Krebs hat Klaus Velten von „Kochateliers“ sehr angesprochen. Kurzentschlossen nahm er über die Stiftung Kontakt mit unserem TREFFPUNKT auf und wir überlegten gemeinsam, wie er das lokale Stiftungsprojekt aktiv unterstützen könne. Schließlich luden die „Kochateliers“ die Mitglieder des TREFFPUNKTes Bonn zu einem exklusiven Kochevent ein.

Am 12. April 2018 war es dann soweit: Aus knackfrischen Zutaten wurden in euphorischer Gemeinschaftsarbeit und unter fachmännischer Anleitung von Koch Markus drei leckere Gänge zubereitet und am Ende genussvoll verspeist. Dabei wurde auf die Wünsche aller zehn Teilnehmer (bspw. kein Weizen oder Zucker) besondere Rücksicht genommen und sogar noch Rezepte extra abgewandelt. Als Vorspeise gab es leckeren Rucola-Salat mit in Kräutern gerollten Ziegenkäsebällchen an Tomatenmarmelade. Als Hauptgang folgte eine scharf angebratene Hühnerbrust auf Bärlauch-Kartoffelpüree und Ofengemüse. Als Schmankerl zum Abschluss gab es warmen Erdbeer-Crumble und herrlich frisches Limetteneis.

Na, auch Appetit bekommen? Wir waren jedenfalls begeistert, wie einfach sich gesunde Köstlichkeiten zubereiten ließen. Markus verriet einige Profi-Tricks und mit vielen helfenden Händen - unter anderem auch der lieben Küchenfee Nanda - war alles im Nu fertig und dekorativ angerichtet. So blieb viel Zeit, sich beim Essen zu unterhalten und besser kennenzulernen. Einige von uns waren sich bisher nur virtuell begegnet und haben sich bei dem Kochevent zum ersten Mal "in echt" gesehen.

Die Gesprächsthemen reichten von den vielen Arten der erlebten Traumatisierungen durch den Krebs, die Diagnose, Therapie und Gespräche mit unsensiblen Ärzten und Mitmenschen bis hin zum Umgang mit der Erkrankung. Auch heute haben viele junge Erwachsene mit Krebs aus verschiedenen Gründen noch Sorge, mit ihrer Erkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen. Bis sich niemand mehr wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung stigmatisiert und "aussortiert" fühlt, ist es wohl noch ein weiter Weg. Gut, dass wir auf diesem Weg nicht allein sind.

Die Krebserkrankung als gemeinsamer Nenner - für Betroffene aber auch für Angehörige und Freunde - hat sich wieder einmal als gutes Rezept für ein starkes Gefühl von Nähe und Verbundenheit erwiesen. Natürlich trugen so ein wunderschönes Ambiente, die charmante Anleitung, das leckere Essen und die passenden Getränke nicht unerheblich zum nachhaltigen Erfolg des Abends bei. Dem TREFFPUNKT Bonn wird diese großzügige Spende der "Kochateliers" sicher eine „Vitaminspritze“ sein.


Orchideen für einen guten Zweck

Fast 1.000 Orchideen aus der Thermen- und Badewelt in Euskirchen wurden am 28. April 2018 gegen eine Spende für einen guten Zweck verkauft. Die Badewelt wechselte ihre Blumendeko aus und ermöglicht mit den fast verblühten Orchideen viel Gutes für junge krebskranke Erwachsene. In der Tat bereiten die Pflanzen mit etwas Geduld und Pflege noch lange Blühfreude. Dementsprechend groß war der Andrang zu Beginn des Benefiz-Verkaufs, als zu allererst die noch in Blüte stehenden Exemplare neue Besitzer fanden.

Eine recht bittere Analogie dazu sehe ich für junge Erwachsene mit Krebs. Auch als junger Erwachsener mit Krebs fühle ich mich manchmal „aussortiert“ und von Außenstehenden als schon „fast tot“ betrachtet. Ich selbst war an fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs erkrankt.

Wenn heute moderne Therapien in vielen Fällen zwar für längeres Überleben sorgen, aber eine Berufstätigkeit aufgrund der Langzeit-Nebenwirkungen und nicht zuletzt der psychischen Belastung durch die ständige Lebensgefahr nicht mehr möglich ist, dann muss der junge Mensch in dieser Gesellschaft erst einmal einen neuen Platz finden. Im unserem TREFFPUNKT tauschen sich Betroffene auch über solche Aspekte der Erkrankung aus. Ich hoffe, dass das begonnene Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit im Allgemeinen zunehmend auch den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen, die in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, positiv beeinflussen wird.

So wie die Bäderwelt den verblühten Orchideen eine Chance auf ein neues Leben gibt, nutzen auch viele Betroffene die Chance, durch die Krebserkrankung andere Schwerpunkte zu setzen. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, diesmal die Empfänger der Spendeneinnahmen durch den Orchideen-Abverkauf, unterstützt die jungen Menschen dabei, indem sie sich für eine Verbesserung wichtiger Rahmenbedingungen einsetzt.

So können auch die jungen Menschen nach schwerer Krankheit wieder aufblühen!