Wissenschaftsförderung zugunsten junger Krebspatienten

Berlin, 12. Oktober 2017. "Die Unterstützung der Forschung ist eines der zentralen Ziele der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs“, betont ihr Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. med. Mathias Freund. Seit ihrer Gründung im Jahre 2014 schreibt die Stiftung Promotionsstipendien aus, die junge Doktorandinnen und Doktoranden fördern, die zum Themenbereich „Junge Menschen mit Krebs im Alter von 18 bis 39 Jahren“ forschen.

Inzwischen konnte das dritte Promotionsstipendium der bundesweit tätigen Stiftung abgeschlossen werden. Der Kölner Jan-Michael Werner erforscht die Rolle von FAS und dem FAS-Liganden im malignen Progress von Grad-II-Gliomen an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. "Mein Promotionsprojekt dreht sich um prognostische Marker bei primären Gehirntumoren, genauer gesagt bei der Gruppe der Gliome mit einem niedrigen Grad an Malignität (WHO Grad II). Gliome sind die häufigsten primären Tumore des Gehirns. Die Mehrheit der Gliome sind sogenannte Glioblastome und Astrozytome. Sie treten häufig bei jungen Erwachsenen auf“, erklärt der jetzt 28-jährige Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Neurologie in Köln über seine Doktorarbeit. Von 2016 bis 2017 erhielt er von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro für seine Forschungsarbeit. Mit dem einjährigen Stipendium wurden Werner monatlich 800 Euro und einmalig 400 Euro für Fachliteratur oder die Teilnahme an Fachkongressen gewährt. Nun legte er seinen Abschlussbericht für das Promotionsstipendium vor, den die Stiftung auf ihrer Website transparent macht.

Die ersten Promotionsstipendiatinnen der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wurden im Jahr 2015 an zwei Medizinstudentinnen aus München und Lübeck vergeben. Im Frühjahr dieses Jahres nun vergab die Stiftung zwei neue Promotionsstipendien an einen jungen Medizinstudenten aus Lübeck und eine Kommunikationswissenschaftlerin aus Rostock. Gemäß ihrem Motto „Krebs erforschen. Zukunft spenden.“ lobt die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs im kommenden Jahr ein weiteres Promotionsstipendium aus. Studierende deutscher Universitäten und Hochschulen sind unabhängig von ihrer Fachrichtung eingeladen, sich zu bewerben. Weitere Informationen zu den Förderrichtlinien finden Sie auf der Stiftungswebsite.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden. Sie ist Ansprechpartner für Patienten, Angehörige, Mediziner, Wissenschaftler, Unter­stützer und die Öffentlichkeit. "Über die Förderung der Forschung hinaus entwickeln und betreiben wir Projekte, die den jungen Krebspatientinnen und -patienten konkrete, kompetente und kostenlose Hilfestellungen in ihrem Alltag mit der schweren Erkrankung bieten“, erklärt Freund. Die Arbeit wird ausschließlich über Spenden finanziert. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist als gemeinnützig anerkannt.