Studien zu jungen Krebspatienten vorgestellt

Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs auf der Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Stuttgart

Berlin, 5. Oktober 2017. Krebserkrankungen im jugendlichen und jungen Erwachsenenalter erhalten mehr Aufmerksamkeit. Das spiegelte sich auch im umfangreichen Programm des diesjährigen Jahreskongresses der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie wider. Vom 29. September bis 3. Oktober 2017 fand in Stuttgart der Fachkongress der DGHO, OeGHO, SSMO und SGKSSH mit 5.300 internationalen Teilnehmern statt.

Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, hielt verschiedene Vorträge unter anderem zum Thema „Support für AYA mit Krebs“ auf der Tagung und am Sonntag (1. Oktober 2017) auf dem Krebspatiententag zur Fatigueproblematik. Die Erhaltung der Fruchtbarkeit von jungen Krebspatientinnen und –patienten wurde in dem wissenschaftlichen Symposium „AYA: Fertilität“ in den Mittelpunkt gestellt. Drei Fachmedizinerinnen und Fachmediziner aus Berlin, Tübingen und Hamburg stellten ihre Arbeit sowie Studien zur „Gonadalen Toxizität bei Frauen“, zum „Erhalt der Fertilität“ und zur „Fertilität bei Männern“ vor. Auch in dem freien „AYA“-Vortrag wurden „Fertilitätsbehandlungen bei jungen hämato-onkologischen Patientinnen und Patienten“und „Tumorerkrankungen während der Schwangerschaft“ sowie dazugehörige Studien und Umfragen ausführlich dargestellt. Diplom-Mediziner Gerhard Faber, Rehabilitationsmediziner und Internist sowie ehrenamtlicher Berater im JUNGEN KREBSPORTAL der Stiftung, präsentierte die Angebote des Portals für junge krebskranke Männer und Frauen innerhalb der Fachveranstaltung. Darüber hinaus fanden verschiedene Studien zum Einfluss von Sport und körperlicher Aktivität bei jungen Krebspatientinnen und –patienten während und nach der Behandlung hier das Interesse des Fachpublikums.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs war wieder mit einem Informationsstand auf dem Kongress und dem dazugehörigen Krebspatiententag in Stuttgart vertreten. Zahlreiche Medizinerinnen und Mediziner, Pflege- und andere Fachkräfte, Studierende sowie Patientinnen und Patienten zeigten großes Interesse an den Stiftungsprojekten in den Gesprächen am Stand, aber auch in Vorträgen und Seminaren. Gleichzeitig wurde hier auch deutlich, dass die Flyer mit den Hilfsangeboten der Stiftung bereits in vielen Klinika bundesweit bekannt sind und geschätzt werden.

Auch die aktuellen Promotionsstipendiaten der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs stellten ihre bisherigen Forschungsergebnisse in einer Posterausstellung zur Diskussion mit den erfahrenen Fachleuten.

Der Wissenschaftliche Beirat der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und die Berater des JUNGEN KREBSPORTALS nutzten den Kongress ebenfalls zu einer jeweiligen Arbeitssitzung und zum fachmedizinischen Austausch.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e . V. gegründet worden. Ihre Arbeit ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Hier einige Impressionen: