Fachaustausch zugunsten junger Krebspatienten

JUNGES KREBSPORTAL schafft mit Konsilzugang neues Angebot für medizinische Fachkräfte

Berlin, 20. April 2017Das JUNGE KREBSPORTAL der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat sein Beratungsangebot erweitert. Ab sofort können sich medizinische Fachkräfte über einen Konsilzugang mit dem Beraterteam des JUNGEN KREBSPORTALs austauschen und fachliche Expertise zu speziellen Fragestellungen bei der Behandlung von jungen Krebspatienten einholen. Für die Patienten selbst bietet das JUNGE KREBSPORTAL bereits seit Herbst 2015 individuelle Beratung an.

Sowohl in der Klinik als auch in der Praxis setzen sich Ärzte, Pflegekräfte und das therapeutische Personal mit den altersspezifischen Fragestellungen und Problem­lagen von jungen Erwachsenen mit Krebs auseinander. Fragen und Sorgen gehen oft weit über den originär medizinischen Bereich der Krebserkrankung hinaus. Und genau auf diese komplexen Fragestellungen sind die im JUNGEN KREBSPORTAL ehrenamtlich tätigen Fachärztinnen und Fachärzte spezialisiert“, erklärt Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Mögliche Problemstellungen, so Freund weiter, ergäben sich beispielsweise rund um den Bereich „Job & Geld, Reha und Wiedereingliederung“.

Mit dem Start des Konsilzugangs unter www.junges-krebsportal.de können die in der Behandlung von jungen Erwachsenen Tätigen ihre Fragen zunächst rund um den sozialrechtlichen Bereich stellen, der von den Patienten bereits seit Eröffnung des JUNGEN KREBSPORTALs intensiv genutzt wird. Mittelfristig werden die Themenbereiche des Portals weiter ausgebaut. So sollen sowohl Patienten im Alter von 18 bis 39 Jahren als auch Fachkräfte per Konsilzugang ihre Fragen rund um den Bereich der kardiologischen Folgeerkrankungen nach Chemo- oder Strahlentherapie und den Bereich der Immundefekte stellen können.

Das neue Angebot des Konsilzugangs für Mediziner, Pflegekräfte und therapeu­tisches Personal ist gleich in doppelter Hinsicht ein Qualitätsgewinn“, so Freund. „Wir verbessern nicht nur das Angebot für unsere Patienten, sondern unterstützen aktiv den fachlichen Austausch unserer Kolleginnen und Kollegen in der gesamten Bundesrepublik.“

Dass der Konsilzugang auch für die in den Praxen tätigen Hämatologen und Onkologen ein Gewinn ist, verdeutlicht Prof. Dr. med. Stephan Schmitz, Vorsitzender des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland – BNHO e. V.: „Durch die rasante Wissenszunahme in unserem Fachbereich wird die Diagnostik und die Therapie von Blutkrebserkrankungen und soliden Tumoren schon unabhängig von ganz spezifischen Fragestellungen, wie beispielsweise aus dem sozialrechtlichen Bereich, immer komplexer. Daher begrüßen wir für spezielle Fragen den Konsilzugang der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Praxen können auf die Expertinnen und Experten des JUNGEN KREBSPORTALs zugehen und entsprechende Fragestellungen unkompli­ziert klären. Das ist ein deutlicher Qualitätsgewinn für unsere Patientinnen und Patienten.“

Michael Oldenburg, Vorstand der Stiftung, macht deutlich, dass ein solch ambitio­niertes – und in Deutschland einmaliges – Projekt kostenintensiv ist: „Das JUNGE KREBSPORTAL funktioniert nur durch die ehrenamtliche Tätigkeit unseres Beraterteams. Dahinter steht ein hoher zeitlicher Aufwand und eine komplexe techni­sche Infrastruktur, deren Ausbau und Pflege wir ausschließlich über Spenden finanzieren müssen.“ Die Sparda-Bank Berlin unterstützt dieses Projekt aktuell mit 20.000 Euro.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden. Weitere Stiftungsprojekte, die zum Teil in enger Zusammenarbeit mit den jungen Patienten, Fachärzten und anderen Experten entwickelt wurden, bieten direkte und kompetente Unterstützung für die Betroffenen in ihrem Alltag mit der schweren Erkrankung. Die Arbeit der Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt.

(Die im Text angegebene Genderform vertritt beide Geschlechter.)

Das JUNGE KREBSPORTAL und den Konsilzugang finden Sie unter www.junges-krebsportal.de.