Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs auf CancerCon in Denver, Colorado


Berlin, 20. April 2018 Junge krebskranke Menschen aus der gesamten Welt kommen vom 19. bis 22. April 2018 in Denver, Colorado (USA) zusammen - und die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wird das erste Mal dabei sein. „A life changing experience like nothing else – Diese Erfahrung ändert das Leben wie keine andere“ ist das Motto des 11. internationalen Kongresses CancerCon für junge Erwachsene mit Krebs. Die meisten jungen Kongressteilnehmer haben gerade mit ihrer persönlichen Lebensplanung - mit Beruf und Ausbildung, mit der ersten Partnerschaft oder Familiengründung – begonnen, als sie den Kampf gegen die lebensbedrohliche Krebserkrankung aufnehmen mussten.

„Beim CancerCon und auch in unserer Stiftungsarbeit erleben wir, wie die jungen Betroffenen trotz oder mit ihrer schweren Krankheit als starke Persönlichkeiten auftreten. Und so ist auch die Atmosphäre auf dem Kongress - es ist mitreißend, großartig und voller Lebensfreude“, beschreibt Janine Schulze (29 Jahre), Mitarbeiterin der in Berlin ansässigen Stiftung, ihre ersten Eindrücke. Sie ist gemeinsam mit Marieluise (22 Jahre) in Denver, Colorado gelandet. Marieluise war an einem Non-Hodgkin-T-Zell-Lymphom erkrankt und studiert heute Medizin in Berlin. Sie engagiert sich in der Stiftung unter anderem als TREFFPUNKT-Initiatorin. „Ich freue mich sehr auf den Kontakt mit den jungen Krebspatienten und das abwechslungsreiche Programm des Kongresses“, sagt Marieluise. Beide erwarten viele Austauschmöglichkeiten, Inspiration für die weitere Arbeit in Deutschland und wollen neue Formen von Unterstützungsangeboten kennenlernen.

CancerCon bringt Patienten, Survivors, Angehörige, Pflegekräfte, Unterstützer, gemeinnützige Organisationen und weitere Experten aus dem Bereich zusammen und setzt sich für Verbesserungen für junge Erwachsene mit Krebs ein. Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft die Organisation „Stupid Cancer“, die Initiatorin des Kongresses, gegen die gesellschaftliche Isolation junger krebskranker Menschen, bietet Weiterbildungen und vor allem ein unterstützendes Netzwerk an. Nicht zuletzt wird hier die Lebensqualität von Menschen, die als junge Erwachsene von Krebs betroffen sind, völlig neu definiert.

Während der vier Kongresstage beschäftigen sich die ca. 600 Teilnehmer interaktiv mit unterschiedlichen Themen, die im Leben mit der Erkrankung relevant sind. Auf dem CancerCon finden Fachvorträge, Mitmach-Workshops, gemeinsame Ausflüge, wettbewerbsähnliche Teamevents und Abendveranstaltungen statt. Die Themenvielfalt umfasst Fertilität, Ernährung und Sport, therapeutisches Cannabis, zwischenmenschliche Beziehungen, aber auch den Ausbau von Unterstützungsangeboten, Stärkung der Patientenrechte und aktives Community-Management. Einige Veranstaltungen konzentrieren sich inhaltlich auf die Zeit nach der Erkrankung. Dazu gehören Fragestellungen zur Selbstorganisation innerhalb der Nachsorge, Stressmanagement und Wege zurück in den Job, die Ausbildung oder das Studium.

Das Wichtigste dabei ist: das Gefühl, nicht allein mit diesem Schicksal zu sein!

Ihre CancerCon-Erlebnisse und -Erkenntnisse werden beide Berlinerinnen auf der Facebook-Seite der Stiftung regelmäßig beschreiben und alle Interessierten daran teilhaben lassen. Selbstverständlich folgt nach ihrer Rückkehr ein ausführlicher Bericht.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs wurde im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet.

Die Stiftungsprojekte werden zum größten Teil in enger Zusammenarbeit mit den jungen Krebspatienten entwickelt und ausgebaut. Die Arbeit der Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

(Die im Text genutzte Genderform steht für alle Geschlechter. Die ausschließliche Nutzung der Vornamen von jungen Patienten hat datenschutzrechtliche Gründe.)