Burda Award: Engagierte junge Krebspatientin erhält Ehrenfelix

Felix Burda Stiftung ehrt Claudia Liane Neumann für ihren Einsatz zugunsten anderer junger Betroffener in der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs


Berlin, 15. Mai 2018 – Mit 28 Jahren erkrankte Claudia Liane Neumann schwer an Darmkrebs. Seit zwei Jahren engagiert sich die 31-Jährige in der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs für andere junge Frauen und Männer, die im Alter von 18 bis 39 Jahren an Krebs erkrankt sind oder waren. Am vergangenen Sonntag (13.5.18) wurde Claudia Liane Neumann während der Gala zur Verleihung des Burda-Awards von der Felix Burda Stiftung mit dem Ehrenfelix ausgezeichnet.

Knapp 300 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Showbusiness waren im Hotel Adlon Kempinski in Berlin zusammengekommen. Darunter waren der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Alexandra Kamp, „Die Lochis“, Hardy Krüger jr., Patricia Riekel, Nadine Warmuth, Oliver Wnuk und Sarah Wiener. Claudia Liane Neumann erhielt während der Gala vom gesamten Publikum „Standing Ovations“ für ihr Engagement.

Alexandra Kamp hielt eine berührende Laudatio auf die Ehrenfelix-Preisträgerin. Sie sprach von einer starken jungen Frau, die ihre Lebensfreude mit viel Temperament weitergibt, voller Warmherzigkeit ist und während der eigenen schweren Krebserkrankung und Behandlung zusätzliche schwere persönliche Schicksalsschläge überwinden musste. Elf Operationen und harte Therapien liegen hinter ihr. Während der zweiten Chemotherapie trennte sich ihr Mann wenige Wochen nach der Hochzeit. „In dieser Zeit fand ich schnelle und unbürokratische Hilfe bei der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs“, so Neumann.

Heute arbeitet die junge Frau, deren herzhaftes Lachen einfach ansteckt, ehrenamtlich in der Stiftung und sagt weiter: „Durch sie habe ich Kraft in meiner schlimmen Lage geschöpft, sodass ich nun jedem, der kämpfen muss, Hoffnung schenken kann und will. Es lohnt sich zu kämpfen, denn das Leben ist schön!“ Sie möchte ein authentisches Beispiel dafür sein, dass Krebs und Tod nicht gleichzusetzen sind. Der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Prof. Dr. med. Mathias Freund erklärt dazu: „Wir erleben immer wieder, dass die jungen Krebspatienten mit einer bewundernswerten Stärke ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Sie wollen nicht Opfer der Krebserkrankung sein. Sie wollen aktiv sein.“

Neumann bedankte sich in ihrer Ansprache bei ihren Eltern, bei Dr. Christa Maar, die nach dem Tod ihres Sohnes die Felix Burda Stiftung gründete, und auch bei ihren behandelnden Ärzten und vielen anderen, die sie unterstützt haben. Die Würdigung mit der silbernen Nadel in Form des Buchstaben „F“ macht die junge Frau nicht nur sehr stolz, sondern motiviert sie auch. In ihrer Ansprache machte die ausgebildete OP-Schwester deutlich, dass sie sich gemeinsam mit der Stiftung insbesondere für eine Gesetzesänderung zur Finanzierung fruchtbarkeitserhaltender Maßnahmen für junge Krebspatienten einsetzt. Dazu sprach sie ganz direkt den anwesenden Bundesgesundheitsminister an. Jens Spahn versprach in einem anschließenden Gespräch seine Unterstützung in dieser Frage.

Neumann wurde 2015 von Prof. Dr. med. Diana Lüftner, onkologische Oberärztin in der Berliner Charité und Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, behandelt. Sie erklärte auf der Burda-Gala: „Ich freue mich von ganzem Herzen für Claudia - dass es ihr wieder gut geht - und für diese besondere Würdigung ihres großartigen Engagements. Junge krebskranke Menschen, wie sie, haben einen wesentlichen Anteil an der Entstehung und dem Ausbau unserer Stiftungsprojekte. Bei der Entwicklung unserer Hilfeangebote arbeiten wir eng mit den jungen krebskranken Menschen zusammen. So können wir sehr effektiv tätig werden und es macht ‚ganz nebenbei‘ sehr viel Freude.“

Jährlich erkranken 15.000 junge Frauen und Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren in Deutschland neu an Krebs. Die Heilungsrate in der Altersgruppe liegt bei über 80 Prozent. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs bietet diesen jungen Menschen unterschiedliche Unterstützung rund um den Alltag mit und nach dieser schweren Erkrankung.Die Stiftungsarbeit, die als gemeinnützig anerkannt ist, wird ausschließlich durch Spenden finanziert. „Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für die Änderung des Sozialgesetzbuchs V, für eine künftige Bezahlung fruchtbarkeitserhaltender Maßnahmen bei jungen Krebspatienten durch die Krankenkassen. Wir benötigen Ihre Spende, herzlichen Dank!“, appellieren Neumann, Freund und Lüftner gemeinsam.

(Die angegebene Genderform vertritt beide Geschlechter.)

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