Symposium „Die Neuvermessung der Onkologie“ in Berlin

V . l. n. r.: Ehrenfelix-Preisträgerin Claudia Liane Neumann, Dr. Christa Maar, Gründerin der Felix Burda Stiftung, sowie Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und Chair des Symposiums

(Foto: David Ausserhofer)


Berlin, 25. Juni 2018 - Unter dem Motto „Die Neuvermessung der Onkologie“ fand am vergangenen Freitag (22. Juni 2018) in Berlin das 4. Interdisziplinäre Symposium „Innovations in Oncology“ statt. Die Tagungsleitung hatten Prof. Dr. med. Diana Lüftner von der Charité Berlin und Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs sowie Prof. Dr. med. Christof von Kalle vom NCT Heidelberg und DKFZ inne. Eingeladen waren Wissenschaftler, Mediziner und Patientenvertreter.

Die fünf Themenbereiche „Prävention und Aufklärung“, „Qualität in der Früherkennung“, „Individualisierte Therapien“, „Big-Data-Konzepte“ sowie die „Finanzierbarkeit der Krebsmedizin“ standen als inhaltliche Schwerpunkte im Mittelpunkt.

Lüftner und von Kalle betonten, wie wichtig das Thema Finanzierung der Krebsmedizin sei: „Es scheint uns jetzt an der Zeit, intensiver in den Dialog mit den führenden Kompetenz- und Entscheidungsträgern aus allen relevanten Bereichen der Gesundheitspolitik zu treten, da wir in der Krebsmedizin vor außerordentlich großen Herausforderungen stehen: Obwohl etwa die Hälfte aller Bundesbürger im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken und rund 40 Prozent daran versterben werden, setzen wir in Deutschland lediglich sechs Prozent der Gesundheitsausgaben für die Behandlung dieser oft tödlichen Krankheit ein.“

Unter der Überschrift „Krebsmedizin ist teuer? Überleben ist unbezahlbar!“ behandelte eine Podiumsdiskussion das Finanzierungsthema. Die Moderatoren Dr. Johannes Bruns, Deutsche Krebsgesellschaft, und Dr. Georg Ralle, Netzwerk gegen Darmkrebs e. V., diskutieren das Thema mit Vertretern der Patienten, Krankenkassen, Industrie, Ärzteverbände und Wissenschaft. Mit am Tisch saßen auch Frau Dr. Christa Maar, Gründerin der Felix Burda Stiftung, sowie der Internetaktivist, Blogger, Buchautor, Journalist und Werbetexter Sascha Lobo.

Maar, die auch das Netzwerk gegen Darmkrebs mitbegründete, appellierte leidenschaftlich für Investitionen in die Prävention bei Darmkrebs. Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, dass junge Patienten bei entsprechenden Beschwerden unbedingt ernster genommen werden müssen, sonst ginge wertvolle Behandlungszeit verloren. Es gäbe kein „zu jung für Darmkrebs“.

Veranstalter sind das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. gemeinsam mit dem DKFZ, dem NCT Heidelberg, der Charité - Universitätsmedizin Berlin und den folgenden Organisationen: Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Felix Burda Stiftung, Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland - BNHO e.V. und der BILD-Zeitung.

(Nach Pressemitteilungen der Felix Burda Stiftung und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT Heidelberg)